Ich nutze Zapier seit Jahren, um wiederkehrende Aufgaben im Büro zu automatisieren — eine meiner liebsten Kombinationen ist dabei lexoffice + Google Sheets. In vielen Unternehmen entsteht ein großer manueller Aufwand, wenn Rechnungen regelmäßig geprüft, kategorisiert oder für das Controlling aufbereitet werden müssen. In diesem Beitrag erkläre ich, wie ich wiederkehrende Rechnungsprüfungen zwischen lexoffice und Google Sheets mit Zapier automatisiere, welche Schritte nötig sind, welche Fallstricke es gibt und welche Vorteile Sie sofort spüren werden.
Warum diese Automatisierung sinnvoll ist
Bei uns landeten wiederkehrende Rechnungen immer wieder im Postfach, wurden manuell geöffnet, geprüft und dann in einem Tabellenblatt protokolliert. Das kostet Zeit, ist fehleranfällig und sorgt leicht für Inkonsistenzen. Mit einer Zapier-Automatisierung können Sie:
Übersicht der Lösung
Der typische Ablauf, den ich einrichte, sieht so aus:
Was Sie technisch benötigen
Schritt-für-Schritt: Zap aufsetzen
Ich beschreibe hier den Aufbau eines Zaps, der bei jeder neuen Rechnung in lexoffice die Daten in Google Sheets schreibt und Prüfungen durchführt.
1. Trigger in Zapier einrichten
Wählen Sie als Trigger-App lexoffice und dann den Event "Neue Rechnung" oder "Rechnung aktualisiert". Sie müssen Zapier mit Ihrem lexoffice-Konto verbinden — dafür sind API-Zugriffsrechte nötig. Testen Sie den Trigger, damit Zapier eine Beispielrechnung zieht und Sie die Feldzuordnungen sehen.
2. Datenfelder auswählen
Typische Felder, die ich immer extrahiere:
Wichtig: Achten Sie darauf, Zahlenfelder als solche zu behandeln (nicht als Text), damit spätere Prüflogiken funktionieren.
3. Google Sheets: Template anlegen
Erstellen Sie in Google Sheets ein Tabellenblatt mit klaren Spaltenüberschriften (z. B. Rechnungsnr, Datum, Betrag, Lieferant, Kategorie, Status, Kommentar, PDF-Link). Ich empfehle, eine erste Zeile als Header zu sperren und das Blatt nur für den Zap freizugeben (Zugriffsrechte in Google einstellen).
4. Zap-Action: Zeile hinzufügen oder aktualisieren
Als Action wählen Sie in Zapier "Google Sheets - Create Spreadsheet Row" oder "Update Spreadsheet Row". Falls Sie Dubletten vermeiden wollen, nutzen Sie "Lookup Spreadsheet Row" zuerst (z. B. Suche nach Rechnungsnummer). Wenn gefunden, aktualisieren Sie die Zeile; wenn nicht, legen Sie eine neue an.
5. Prüfregeln mit Filtern und Conditions
Zapier bietet Filter- und Paths-Funktionen, die sich hervorragend für Prüfregeln eignen:
6. Benachrichtigungen und Eskalationen
Ich sende in der Regel zwei Arten von Meldungen:
7. Logging und Audit-Trail
In Google Sheets hinterlege ich zusätzliche Spalten:
| Spalte | Inhalt |
| Status | Neu / Geprüft / Eskaliert |
| Prüfer | Name der Person, die geprüft hat |
| Timestamp | Letzte Änderung (via Zap oder manuell) |
| Kommentar | Grund einer Eskalation oder Notiz |
Praxis-Tipps und Stolperfallen
Aus meiner Erfahrung helfen die folgenden Punkte, um die Automation stabil und nützlich zu machen:
Sicherheit und Datenschutz
Rechnungsdaten sind oft personenbezogen und sensibel. Darauf achte ich besonders:
Kosten und Skalierung
Zapier hat verschiedene Pläne. Wichtige Punkte zur Kostenplanung:
Beispiele aus der Praxis
In einem Mittelstandsprojekt habe ich Zapier genutzt, um monatlich über 1.200 Eingangsrechnungen zu verarbeiten. Ergebnis:
Wie ich Tests und Rollout gestalte
Meine Vorgehensweise beim Ausrollen:
Wenn Sie möchten, kann ich Ihnen eine Checkliste für die Einrichtung schicken oder ein Beispiel-Sheet mit Spaltenstruktur zur Verfügung stellen. Die Kombination aus lexoffice, Google Sheets und Zapier ist für mich eine der einfachsten Möglichkeiten, wiederkehrende Rechnungsprüfungen effizient und robust zu gestalten — ohne gleich in teure ERP-Anbindungen investieren zu müssen.